Homöopathie: Produkte & Ratgeber 2016

HomöopathieIst ein Mensch krank, dann geht er in den meisten Fällen zum Arzt, um sich dort behandeln zu lassen. Neben der klassischen Schulmedizin gibt es allerdings auch viele verschiedene alternative Behandlungsmethoden, die bei vielen Menschen auf Akzeptanz stoßen. Ein Beispiel hierfür ist die Homöopathie, eine alternativmedizinische Behandlungsmethode. Was sich dahinter verbirgt und wie vielfältig die Homöopathie ist, erfahren Sie hier.

über Homöopathie
  • alternativmedizinische Methode
  • Behandlung auf sanfte Weise
  • keine Nebenwirkungen
  • perfekte Abstimmung auf das Leiden

Homöopathie – was ist das überhaupt?

Es ist schwer, den alternativmedizinischen Ansatz der Homöopathie in wenigen Worten zu beschreiben. Es handelt sich hierbei vielmehr um eine komplexe Lehre, die von vielen Punkten beziehungsweise Grundsätzen beeinflusst wird. Die vier wichtigsten davon sollen an dieser Stelle genannt und erklärt werden.

Ähnlichkeitsprinzip: Krankheiten werden mithilfe von homöopathischen Mitteln behandeln, die bei gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorrufen wie bei kranken. Eine solche Praxis ist keinesfalls eine Neuerfindung der Homöopathie, wurde aber durch diese konkretisiert und perfektioniert.
Homöopathische Arzneimittelprüfung: Eine Arzneimittelprüfung im homöopathischen Sinne sieht vor, dass ein Mensch, der vollkommen gesund ist, ein Medikament einnimmt und alle Veränderungen notiert. Die Symptome, die bei mehreren Versuchen auftreten, werden anschließend zu einem Arzneimittelbild zusammengefasst. Auf diese Weise kann festgestellt werden, gegen welche Beschwerden welches homöopathische Arzneimittel eingesetzt werden kann.
Homöopathische Anamnese: Die homöopathische Anamnese ist eine Art Beobachtung und Befragung des Patienten. Hierbei soll herausgefunden werden, was dazu führt, dass seine „Lebenskraft“ verstimmt ist. Ziel der Anamnese ist es, ein Mittel zu finden, das dem Betroffenen möglichst gut helfen kann.
Potenzierung: Unter dem Begriff Potenzierung versteht man im Kontext der Homöopathie eine Verdünnung der Arzneimittel, die verschrieben werden. Homöopathische Mittel sind in verschiedenen Formen erhältlich. So gibt es sie beispielsweise flüssig, als Globuli und als Tabletten. Letztere kommen allerdings eher selten zum Einsatz. Die Potenzierung wurde von Hahnemann entwickelt, weil die bisher verabreichten rohen Arzneimittel teils starke Reaktionen bei den Patienten hervorriefen.

Die Geschichte der Homöopathie

Auswahl von MittelnDie Geschichte der Homöopathie ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Samuel Hahnemann, ein deutscher Arzt, gilt als der Begründer der Homöopathie. Dieser veröffentlichte im Jahr 1796 seine ersten Vorstellungen der alternativmedizinischen Behandlungsmethode. Hahnemann galt schon immer als großer Kritiker der zeitgenössischen Medizin. Deswegen ist es aus heutiger Sicht auch nicht verwunderlich, dass er seine eigenen Behandlungsmethoden entwickelte, die heute, lange nach seinem Tod, eine große Akzeptanz genießen.

Das Ziel des Arztes war es, die Homöopathie als eine individuelle und vor allen Dingen auch milde Behandlungsform anzubieten. Sie sollte seit jeher eine bewusste Alternative zur Schulmedizin sein und auf diese Weise möglichst viele Menschen ansprechen. Hahnemanns Überzeugung war es, dass Krankheiten auch ohne gewaltsame Eingriffe und Operationen behandelt werden können.

Aufbauend auf dieser Sichtweise begründete er die Homöopathie, so wie wir sie auch heute noch kennen.

Keine allgemeine Akzeptanz an den Universitäten

Bachblueten AuswahlAuch wenn Hahnemann alles dafür tat, hat es die Homöopathie nie in die Lehrstühle der großen Fakultäten geschafft. Der Widerstand der anderen Mediziner und Professoren war einfach zu groß und so konnte es die Homöopathie nie schaffen, sich als allgemeine Lehre durchzusetzen.

Die fehlende Akzeptanz war allerdings nie ein Grund für Hahnemann, nicht weiter an seinen Gedanken festzuhalten und diese auch niederzuschreiben. Eine erste schriftliche Formulierung zu den Anfängen der Homöopathie kann auf das Jahr 1805 datiert werden. In dieser Zeit verfasste der Arzt seine Heilkunde der Erfahrung. Als Geburtsstunde der Homöopathie gilt allerdings nicht diese Schrift, sondern Hahnemanns Selbstversuche, die er durchführte, um das Ähnlichkeitsprinzip aufzustellen. Die Selbstversuche, die er mit Chinarinde durchführte, können dem Jahr 1790 zugeordnet werden.

Ein weiterer Schritt der Homöopathie, der auch in Bezug auf die Geschichte der Heilkunde genannt werden muss, ist Hahnemanns Schrift Die chronischen Krankheiten. Der Arzt stellte im Laufe seiner Tätigkeiten als Homöopath nämlich fest, dass die Homöopathie nicht gegen chronische Erkrankungen hilft. Aus diesem Grund machte er sich daran, eine alternative Behandlung für chronisch Kranke zu entwickeln. Seine Vermutung: Jeder chronischen Erkrankung liegt eine Art Ur-Übel (auch Miasma genannt) zugrunde, welches behandelt werden muss.

Verbreitung auf der ganzen Welt

Schon zu Hahnemanns Lebzeiten fand die Homöopathie mehr und mehr Anhänger, die sich auch im internationalen Raum bewegten. So fanden sich schon bald praktizierende Homöopathen in allen großen europäischen Ländern wie Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien und Skandinavien. Auch in Österreich und der Schweiz verbreitete sich die alternative Lehre schnell und fand dort zahlreiche Anhänger.

Der Siegeszug der Homöopathie machte allerdings weder an Landes- noch an Kontinent-Grenzen halt. So kam es schließlich, dass sich die Heilkunde auch im Nord- und Südamerika und weiteren Teilen der Welt verbreitete. Sogar in Indien, einem Land, das auf sehr alte und traditionelle Heilverfahren wie Ayurveda vertraut, wurde die Homöopathie aufgrund des Ähnlichkeitsprinzips schnell akzeptiert.

Mittlerweile findet jedes Jahr in einer Woche im April – um den Geburtstag Hahnemanns – die World Homeopathy Awareness Week statt. Diese soll über homöopathische Verfahren aufklären und informieren und somit viele Menschen ansprechen.

Unterschied zwischen Homöopathie und klassischer Medizin

Während sich die klassische Medizin, auch Schulmedizin genannt, auf Diagnosen und operative Behandlungen spezialisiert haben, ist es das Ziel vom Homöopath, Krankheiten auf eine sanfte Weise zu behandeln. Homöopathische Mittel, die im Zuge der Behandlung verabreicht werden, rufen keine Nebenwirkungen im eigentlichen Sinne hervor, weil sie perfekt auf den Patienten und dessen Leiden abgestimmt wurden.

In diesem Zusammenhang wird Homöopathie auch immer wieder als eine Art Reiztherapie verstanden. Sie wird eingesetzt, um Selbstheilungsprozesse im menschlichen Körper hervorzurufen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Eigenbluttherapie.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen Homöopathie und Schulmedizin ist das unterschiedliche Verständnis einer Krankheit. Während die klassische Medizin davon ausgeht, dass immer nur einzelne Organe oder Bereiche des Körpers von einer Krankheit betroffen sind, ist diese im homöopathischen Verständnis eine Störung des gesamten Organismus, welche aufgrund dessen auch viel umfassender behandelt werden muss.

Unterschied zwischen Homöopathie und Naturheilkunde

GlobuliWährend der Begriff Naturheilkunde ein Sammelbegriff für verschiedene Behandlungsmethoden ist, stellt die Homöopathie eine eigenständige Disziplin dar. Oder anders formuliert: Klassische Homöopathie ist ein spezielles Naturheilverfahren. Naturheilkunde muss allerdings nicht zwangsweise Homöopathie sein. Welche natürlichen Heilverfahren es unter anderem noch gibt, soll weiter unten in diesem Text noch einmal genauer beleuchtet werden.

Homöopathie-Methoden in der Übersicht

Wie jede Naturheilkunde hat auch die Homöopathie verschiedene Methoden, die bei unterschiedlichen Erkrankungen zum Einsatz kommen.

MethodenEigenschaften
NeuraltherapieDie Neuraltherapie richtet sich ganz gezielt an unterschiedliche Funktionsstörungen im Organismus. Um diese zu beheben, werden einzelne Stellen des Körpers mittels Spritze betäubt.
EigenbluttherapieDie Eigenbluttherapie sieht vor, dem Körper eine gewisse Menge Blut zu entnehmen, diese unter Umständen zu behandeln und wieder zurückzuführen. Es handelt sich hierbei um eine „unspezifische Reiztherapie“, bei der das eigene Blut als Fremdkörperreiz dient.
Homöopathie-MittelEine klassische Homöopathie-Methode ist das Verabreichen von Homöopathie-Mitteln. Das wohl bekannteste homöopathische Arzneimittel sind die sogenannten Globoli, die gegen verschiedene Krankheiten und Beschwerden verabreicht werden.

Globuli-Liste von A bis Z

Flasche mit GlobuliSie wollen Ihre homöopathische Hausapotheke auf Vordermann bringen? Dann sollten Sie überprüfen, welche Globulis Ihnen noch fehlen. Die homöopathische Liste der Globulis ist extrem lang, weswegen an dieser Stelle nur die wichtigsten beziehungsweise bekanntesten Globulis vorgestellt werden.

Hinweis: Detaillierte Informationen zu allen homöopathischen Mitteln finden Sie auch auf der Internetseite der Deutschen Homöopathie-Union Karlsruhe (DHU).
Arnica GlobuliSepia officinalisVerbascum
Arnica Globuli werden sehr häufig eingesetzt, weil sie viele verschiedene Anwendungsbereiche haben. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • Zerrungen
  • Blutergüsse
  • Rückbildung nach Geburt
Sepia wird in der Homöopathie gegen Menstruationsbeschwerden, Blasenentzündungen, Vaginalpilzen und weiteren Beschwerden eingesetzt. Zur Herstellung der Globulis wird der getrocknete Inhalt der Tintenfischsäcke verwendet.Menschen, die häufig zur inneren Unruhe oder Nervosität neigen, sollten über die Einnahme von Verbascum nachdenken. Dieses Globoli, das aus der Königskerze gewonnen wird, kann außerdem auch bei herkömmlichen Erkältungen zum Einsatz kommen.

Die gesamte Liste aller Globulis, die im Zusammenhang mit der homöopathischen Heilkunde eine Rolle spielen, ist extrem lang. Wer sich für den Einsatz der unterschiedlichen Arzneimittel interessiert, sollte auf jeden Fall Rat bei einem erfahrenen Homöopathen suchen. Auch viele Apotheker weisen mittlerweile ein umfassendes homöopathisches Fachwissen auf und können in verschiedenen Fällen behilflich sein.

Alternative Naturheilverfahren

Salze von SchuesslerNatürlich ist die Homöopathie nicht die einzige Möglichkeit, seinen Körper auf natürliche Weise zu heilen. Eine Naturheilpraktikerin, die in einer Naturheilpraxis arbeitet und meist eine Homöopathie-Ausbildung hat, weist in der Regel ein umfassendes Wissen in verschiedenen Bereichen und kann ihre Patienten auch im Hinblick auf andere Behandlungsmethoden beraten. Welche das unter anderem sind, soll an dieser Stelle geklärt werden.

Schüssler-Salze: Schüssler Salze sind alternativmedizinische Präparate, die meist in einer komplexen Therapie verschrieben werden. Auch wenn jedes Salz für sich schon eine gute Wirkung aufweist, entfalten sie ihren Einfluss erst richtig, wenn sie in bestimmten Kombinationen eingenommen werden. Das Prinzip der Schüssler Salze beruht auf einem einfachen Prinzip: Krankheiten entstehen, wenn der Körper eine Störung in seinem Mineralhaushalt aufweist. Je nach Art der Störung kann diese mithilfe der Salze wieder behoben werden.
Bach-Blütentherapie: Diese alternativmedizinische Heiltherapie wurde vom britischen Arzt Edward Bach in den 1930er Jahren begründet. Die Quintessenz der Naturheilkunde: Körperliche Beschwerden werden durch seelische hervorgerufen. Dementsprechend ist es das Ziel der Bach-Blütentherapie, den Konflikt zwischen Geist und Seele zu beseitigen und den Körper dadurch zu heilen.
Akupunktur: Die Akupunktur hat ihren Ursprung in der chinesischen Medizin. Das Therapieziel ist es, verschiedene Beschwerden und Blockaden mithilfe von Nadeln zu lösen. Diese müssen an einer ganz speziellen Stelle in die Haut gestochen werden.
Ayurveda: Ayurveda ist eine traditionelle Naturheilkunde aus Indien. Es handelt sich hierbei um ein Zusammenspiel aus Pflanzenheilkunde, Ernährung, Reinigungstechniken, Yoga und Massagen.

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